Spielgeräte und Bauteile normgerecht einbetonieren – Das Bautri-System für Profis
Das Einbetonieren von Spielgeräten, Masten und anderen Bauteilen erfordert eine präzise, normgerechte und wirtschaftliche Ausführung – oft unter engen Platzverhältnissen und auf sensiblen Flächen. Das Bautri-System ist ein mobiler hochbelastbarer Tripod auf Basis geprüfter Baustützen. Es nimmt Lasten während des Betonierens sicher auf und hält sie stabil in Position – ohne Bagger und ohne aufwendige Krantechnik.
Zielgruppen sind insbesondere Spielplatzbauer, Kommunen und Bauunternehmen, die Bauteile bis ca. 3,3 t Gewicht einbetonieren und innerhalb der maximalen Systemhöhe von 4 m des Bautri arbeiten.
1. Aufbau und Funktionsweise des Bautri-Systems
- Drei Baustützen nach DIN EN 1065 oder gleichwertige Alu-Spindelstützen
- Kopf- bzw. Adapterelement zur Verbindung der Stützen
- Geeignetes Anschlagmittel (z. B. Kettenzug) zur Aufnahme der Last
Die Höhenanpassung erfolgt über teleskopierbare Stützen, die mittels Spindeln eine präzise Feinjustierung ermöglichen. Dies gewährleistet eine sichere Ausrichtung und den Ausgleich von Niveauunterschieden auch auf unebenem Untergrund oder in Hanglagen. Durch die Konstruktion als statisch bestimmtes Dreibein wird ein kontrollierter und reproduzierbarer Lastabtrag sichergestellt.
Systemgrenzen:
- Lasten bis ca. 3,3 t
- Bauteile, die in der Höhe unterhalb der maximalen Bautri-Systemhöhe liegen
- Einsatz im Spielplatzbau, kommunalen Bau, Garten- und Landschaftsbau sowie Hoch- und Tiefbau
2. Typische Anwendungen
- Spielgeräte (Schaukeln, Klettergeräte, Spieltürme, Wippgeräte)
- Masten (Beleuchtungs-, Beschilderungs- oder Toranlagen, Ballfangzäune)
- Stahl- und Holzkonstruktionen im kommunalen und gewerblichen Umfeld
- Bauteile im GaLaBau und urbanen Raum
Besonders bei organisch geformten Bauteilen, z. B. Robinienstämmen, ermöglicht das freihängende Aufnehmen über den Kettenzug eine einfache, exakte Einstellung in Lot und Höhe.
3. Vorteile gegenüber Minibaggern und Hilfskonstruktionen
3.1 Präzise Positionierung der Bauteile
- Aufnahme der Last über einen Kettenzug am Bautri-Kopf
- Bauteil hängt frei und kann sich auspendeln
- Feineinstellung in Lot und Höhe über Spindeln der Baustützen
Das Bauteil bleibt während des gesamten Betonier- und Abbindeprozesses bewegungsfrei. So entstehen dauerhaft tragfähige, formstabile Fundamente bei geringem Nacharbeitungsaufwand.
3.2 Einsatz auf unebenem Gelände und in Hanglagen
- Teleskopierbare Stützen für sicheren Einsatz auch bei Geländeunterschieden
- Individuelle Stützenlängen gleichen Niveauunterschiede aus
- Sichere Aufstellung auf Treppen, Böschungen oder terrassierten Flächen
Besonders geeignet für Spielplätze, Parks, Wohnanlagen und Bestandsflächen mit schwieriger Topografie.
3.3 Flächen- und Wurzelschutz
- Keine Fahrbewegungen im unmittelbaren Fundament- und Wurzelbereich
- Geringere Bodenverdichtung, weniger Flurschäden
- Besserer Baum- und Rasenschutz in bestehenden Anlagen
3.4 Wirtschaftlichkeit und Logistik
- Kein separater Kran oder Bagger zum Halten der Last notwendig
- Kein zusätzlicher Maschinen-Transport
- Schneller Auf- und Abbau, kompakte Lager- und Transportmaße
Reduziert direkte Gerätekosten und indirekte Baustellenkosten durch An- und Abfahrt, Rüstzeiten und Flurschäden.
4. Arbeitsablauf mit dem Bautri-System
- Fundament herstellen: Fundamentloch ausheben, z. B. per Erdbohrer oder Bagger.
- Bautri aufstellen: Dreibein über dem Fundament positionieren, Stützen teleskopieren, Spindeln einstellen, Kopf über der Bauteilachse ausrichten, Unebenheiten ausgleichen.
- Bauteil anschlagen: Mit Kettenzug oder Hebezeug am Bautri-Kopf einhängen.
- Ausrichten: Bauteil auspendeln lassen, exakt in Lot und Höhe einstellen.
- Betonieren: Beton einbringen, verdichten, Oberfläche herstellen – ohne störende Hilfskonstruktionen.
- Aushärten: Bauteil bleibt bis zur ausreichenden Betonfestigkeit im Bautri-System.
5. Zwei Bautri-Systeme als portalkranähnliche Lösung
- Zwei Dreibeine im benötigten Achsabstand aufstellen und nivellieren
- Geeigneter Querträger (z. B. Stahlträger oder Schalungsträger) auf beiden Systemen befestigen
- Lasten am Querträger anschlagen und – je nach Ausführung – über größere Flächen bewegen
Vorteile: Überspannen größerer Flächen (Fallschutzbereiche, Pflanzflächen, Gräben, Wasserläufe), Handhabung von Lasten bis ca. 3,3 t (innerhalb Systemgrenzen), besonders geeignet für Reihenfundamente, Toranlagen oder mehrere Fundamente in einer Achse.
So entsteht ein flexibles, demontierbares Tragwerk, das klassische Portalkrane ersetzen oder ergänzen kann.
6. Nutzen für die Zielgruppen
Spielplatzbauer und GaLaBau-Unternehmen
Normgerechte, reproduzierbare Montage, hohe Fundamentqualität, reduzierte Reklamationsquote, sichere Arbeit auf schwierigem Gelände.
Kommunen und öffentliche Auftraggeber
Flächenschonende Bauweise, geeignet für Schulhöfe, Parks und Wohnquartiere mit eingeschränkter Zufahrt, transparente Montageprozesse.
Bauunternehmen
Sichere Handhabung von Bauteilen bis ca. 3,3 t, Ergänzung/Ersatz für kleine Krane und Minibagger, Vorteile bei engen oder sensiblen Baustellen.
Fazit
Das Bautri-System bietet Spielplatzbauern, Kommunen und Bauunternehmen eine technisch ausgereifte, flexible Lösung, um Bauteile bis ca. 3,3 t sicher einzubetonieren – unabhängig von ebener oder geneigter Fläche. Die Kombination aus teleskopierbaren, fein justierbaren Stützen, mobiler Dreibein-Konstruktion und der Option einer portalkranähnlichen Lösung ermöglicht eine präzise, flächenschonende und wirtschaftliche Arbeitsweise auf unterschiedlichsten Baustellen.
Mehr Informationen zum Bautri Work
Das Bild ist KI generiert.