DIY-Dreibein vs. Bautri: Warum Eigenbau im DACH-Raum zum Risiko wird – und ein zertifiziertes System die bessere Wahl ist
Wer in Bau, Handwerk, GaLaBau, Industrie oder bei Feuerwehr und THW arbeitet, kennt das:
Man braucht ein Dreibein, um Lasten zu heben oder im Rettungsfall einen sicheren Anschlagpunkt zu haben – und denkt sich:
„So ein Dreibein können wir doch schnell selbst zusammenschweißen. Stahl haben wir, Schweißgerät auch."
Unter Suchbegriffen wie „DIY Dreibein", „Dreibein selber bauen" oder „Rettungsdreibein Eigenbau" findet man im Netz tatsächlich reichlich Anleitungen.
Aber: Was auf den ersten Blick nach cleverer Kostensenkung aussieht, ist in der Praxis oft ein Sicherheits-, Haftungs- und sogar Rechtsrisiko – gerade im DACH-Raum.
In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ein DIY-Dreibein problematisch ist, was das Bautri-System anders macht – und warum Bautri nicht nur technisch, sondern auch rechtlich ein durchdachter, geschützter Ansatz ist.
1. Warum der Eigenbau so verlockend wirkt
Die Gründe sind fast überall gleich:
- Kosten: Fertige Systeme wirken auf den ersten Blick teuer.
- Know-how im Haus: „Wir haben eine Schlosserei / Werkstatt, das geht schon."
- Zeitdruck: Man braucht „mal eben schnell" ein Dreibein.
- Unterschätzte Komplexität: Drei Beine, oben eine Platte – wie schwer kann das sein?
Das Problem: Ein Dreibein für Lastenhebung oder Personensicherung ist kein Lagerfeuer-Stativ.
Sobald du Menschen sicherst oder schwere Lasten über Köpfen bewegst, bist du mitten im Bereich von:
- Normen und Richtlinien
- Berufsgenossenschaft / Unfallkasse
- Haftung und ggf. Strafrecht
Und genau dort ist ein „DIY-Dreibein" eine sehr schlechte Idee.
2. Die technischen Risiken eines DIY-Dreibeins
Keine geprüfte Tragfähigkeit
Beim Eigenbau fehlen in der Regel:
- statische Berechnungen,
- definierte Sicherheitsfaktoren,
- unabhängige Belastungstests.
Das führt zu sehr unangenehmen Fragen:
- „Wie viel hält das wirklich?"
- „Was passiert bei Stoßbelastung?"
- „Wie verhält sich das Material bei Korrosion oder Alterung?"
Im besten Fall weiß es niemand genau. Im schlimmsten Fall merkt man es erst beim Versagen unter Last.
Material und Verarbeitung „nach Gefühl"
Typische Schwachstellen eines DIY-Dreibeins:
- Unbekannte oder ungeeignete Profil- und Blechstärken
- Schweißnähte ohne qualifizierte Verfahren und Prüfungen
- Fehlende oder schlechte Oberflächenbeschichtung (Korrosion)
- Keine klare Lastangabe, keine Typenschilder, kein Prüfbuch
Kurz: Es sieht stabil aus – aber ob es tatsächlich sicher ist, weiß niemand.
3. Normen, Haftung & Versicherung – die unsichtbare Seite
Sobald du mit einem Dreibein professionell arbeitest, gelten je nach Einsatz u. a.:
- Anforderungen der Maschinenrichtlinie (Lastenheben)
- Normen und Regeln zur PSA gegen Absturz (Personensicherung)
- DGUV- und BG-Vorschriften im DACH-Raum
Ein DIY-Dreibein erfüllt diese Anforderungen praktisch nie:
- kein CE,
- keine Zulassung als PSA-Anschlagpunkt,
- keine anerkannten Prüfberichte.
Kommt es zum Unfall, fragen BG, Versicherung und ggf. Staatsanwaltschaft sehr schnell:
- „Warum wurde kein geprüftes System eingesetzt?"
- „Gab es sichere Alternativen am Markt?"
Die Antwort „Das haben wir uns selbst gebaut, war günstiger" ist dann keine gute Verteidigung.
4. Und dann ist da noch das Thema Schutzrechte …
Ein Punkt, der gern vergessen wird:
Professionelle Systeme wie Bautri sind nicht nur technisch ausgefeilt, sondern auch als Entwicklung geschützt.
Das bedeutet:
- Hinter dem System steckt eine konstruktive Idee, die rechtlich abgesichert ist.
- Wer versucht, das Konzept 1:1 nachzubauen, bewegt sich nicht nur sicherheits-, sondern auch rechtlich auf dünnem Eis.
Du würdest ja auch nicht einfach eine geschützte Maschinenkonstruktion kopieren und unter eigenem Namen einsetzen – genau das passiert aber schnell, wenn man „mal eben" ein Bautri-ähnliches Dreibein nachbauen will.
Mit einem Originalsystem bist du dagegen:
- technisch auf der sicheren Seite
- und respektierst gleichzeitig die Entwicklungsarbeit und die rechtlichen Rahmenbedingungen.
5. Was macht Bautri anders als ein DIY-Dreibein?
5.1 Durchdachtes, zertifiziertes System statt Bastellösung
Das Bautri-System ist ein zertifiziertes Adaptersystem, das aus genormten Baustützen (z. B. EN 1065) ein hochbelastbares, stationäres Tripod macht.
- Bautri Work – für das stationäre Heben und Stützen von Lasten
- Bautri Rescue – als Rettungsdreibein mit PSA-zugelassenem Anschlagpunkt
Beide Varianten wurden gezielt für die Anforderungen von KMU, GaLaBau, Bau, Industrie sowie BOS (Feuerwehr, THW, Rettung) im deutschsprachigen Raum entwickelt und geprüft.
5.2 Standard-Baustützen statt „irgendwelcher Rohre"
Bautri setzt bewusst auf:
- weltweit verbreitete, genormte Baustützen,
- mit klar definierten Tragfähigkeiten,
- hergestellt von namhaften Schalungsherstellern.
Das sorgt für:
- planbare Traglasten,
- berechenbares Verhalten,
- einfache Beschaffung – auch im DACH-Raum.
5.3 Geprüfte Qualität & Dokumentation
Zum Bautri-System gehören:
- Prüfungen durch einen unabhängigen Prüfdienstleister
- Zertifikate und CE-Kennzeichnung
- klare Vorgaben zu Stützenklassen, Aufbauhöhen, Einsatzgrenzen
- Prüfbuch, Typenschild, technische Unterlagen
Kurz: Du weißt, was das System kann und was nicht – und kannst das im Zweifel nachweisen.
6. DIY-Dreibein vs. Bautri im direkten Vergleich
| Kriterium | DIY-Dreibein / Eigenbau | Bautri-System (Work / Rescue) |
|---|---|---|
| Tragfähigkeit | Gefühlssache | definiert, getestet, dokumentiert |
| Normen & Richtlinien | i. d. R. nicht erfüllt | auf relevante Normen und Richtlinien ausgelegt |
| Personensicherung | hochkritisch, kaum sauber begründbar | mit Bautri Rescue normgerecht und zulässig |
| Dokumentation & Nachweis | meist keine | Prüfbuch, Typenschild, Unterlagen für BG & Gefährdungsbeurteilung |
| Rechtliches Risiko | hoch (Haftung, Versicherung, Strafrecht) | deutlich reduziert durch geprüfte, dokumentierte Lösung |
| Schutzrechte / IP | oft unbewusst in fremder Schutzsphäre unterwegs | Nutzung der originalen, geschützten Entwicklung |
| Image beim Kunden / Träger | „gebastelt" | professionelles, erkennbares System |
7. Praxis im DACH-Raum: Zwei typische Situationen
Beispiel 1: GaLaBau-Betrieb in Deutschland
Ein GaLaBau-Unternehmen entfernt regelmäßig Wurzelstöcke und versetzt schwere Findlinge. Ein Mitarbeiter schlägt vor, ein Dreibein „selbst zu bauen".
Stattdessen entscheidet sich der Betrieb für ein Bautri Work:
- Das System lässt sich im Transporter mitführen.
- Wurzeln und Steine werden stationär und kontrolliert gehoben.
- Im Angebot an den Kunden kann man auf zertifizierte Technik verweisen.
- Gegenüber BG und Versicherung ist klar dokumentiert, welche Technik zum Einsatz kommt.
Beispiel 2: Freiwillige Feuerwehr / THW in Österreich oder der Schweiz
Eine Einheit sucht ein Rettungsdreibein für Schachtrettung und Personensicherung. Ein Eigenbau wäre zwar günstiger – aber:
- Einsatzkräfte arbeiten im Grenzbereich von Absturz und Rettung.
- Im Ernstfall will niemand erklären müssen, warum eine selbstkonstruierte Lösung versagt hat.
Mit Bautri Rescue kann die Einheit nachweisen:
- Einsatz eines geprüften, zugelassenen Rettungsdreibeins,
- klare Dokumentation für interne Vorschriften und Schulung,
- rechtssichere Grundlage im Falle eines Unfalls.
8. Fazit: Kein „Do it yourself", wenn es um Sicherheit geht
DIY hat seine Berechtigung – beim Grill, beim Regal, beim Lagerfeuer-Stativ.
Aber:
Sobald du Lasten über Köpfen hebst oder Menschen sicherst, ist ein DIY-Dreibein keine clevere Lösung, sondern ein unkalkulierbares Risiko.
Das Bautri-System bietet dir:
- ein zertifiziertes, stationäres Dreibein,
- basierend auf genormten Baustützen,
- mit geprüfter Qualität und klarer Dokumentation,
- und als durchdachte, geschützte Entwicklung.
Gerade für Betriebe und Organisationen im DACH-Raum ist das der Unterschied zwischen „wird schon irgendwie halten" und „wir arbeiten mit einer professionellen, nachweisbar sicheren Lösung".
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